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Taiko

Taiko kommt aus dem Japanischen und bedeutet sinngemäß große Trommel.

Schon in China wurden in den Tempeln statt Glocken oder Gongs Trommeln verwendet, und mit dem Import des Buddhismus (im 4. bis 6. Jahrhundert) folgten auch dessen Instrumente nach Japan. Hier wurden die Trommeln von einfachen Bauern als Begleitung für die schwere Feldarbeit, aber auch von Fischern als Signal am Strand oder als Alarmsignal bei Überfällen verwendet.

Die Samurai erkannten die Wirksamkeit der Taiko und ließen die großen Trommeln vor dem Angriff spielen: Dies sollte einerseits den Gegner mental zermürben, andererseits die eigenen Kämpfer in einen Blutrausch versetzen, was schamanisch gesprochen einer ekstatischen Besessenheit entspricht, also den Gott auf der eigenen Seite des Schlachtfeldes erscheinen ließ.

Taiko als eine Form des Gruppentrommelns ist relativ jung in Japan. Seit etwa 1950 haben japanische Musiker begonnen, die Taiko auch in der modernen Musik einzusetzen. Die meisten japanischen Festivitäten finden auch heute noch zum Klang der Taiko statt und so vielfältig die Feste, so variantenreich sind auch die einzelnen traditionellen Taiko-Stücke.

Termin: außer in den Schulferien, immer montags von 10:00 Uhr bis 11:30 Uhr
Kosten: 40 Euro/Monat
Dozentin: Gaby Denner
Ort: Music Academy Frankenthal, Raum 6

Hinweis: Da diese Trommeln recht laut sind, werden Leute mit empfindlichem Gehör gebeten, einen Gehörschutz (Ohropax o.Ä.) mitzubringen. Trommeln und Stöcke sind vorhanden.